Delikatessenimport

Von 2000 km Anfahrt per Rad kriegt man Hunger, also flugs das vertraute Warenangebot geplündert und importiert, was das Freigepäck hergibt! ;-)

Norbis godis och livs

Nicht mehr zu sehen, da das Verlangen zu groß war: Marabou apelsinkrokant, Marabou sensation ‘cookies & cream’, ein weiteres Kilo Lachs, einige varma koppar, diverser norwegischer Süßkram (kvikk lunsj, cuba, … – Marabou wird dort übrigens unter dem Label ‘Freia’ vertickt… jävla fjällaperna!).

Die eine Portion Dosenfisch wird jetzt geöffnet und heute Abend serviert – mjamm, mjamm! Da ich jedoch nicht herzlos bin (siehe 2 Objekte unterhalb der Schokolade), gibt es auch leckeren Lachs und ‘räuchertes Rentier – sozusagen als Wiedergutmachung für den Fisch.

Rentier schmeckt übrigens genial, hat einen geringen Fettanteil und Wildcharakter. Außerdem ist es ein herausragendes Beispiel für die Kokurrenzfähigkeit von Biofleisch. Genauer gesagt sollte sich das Zeugs, welches man vom hiesigen Biobauern kaufen kann schleunigst in einer dunklen Ecke verkriechen. Die gesamte skandinavische Rentierpopulation besteht aus domestizierten Tieren, es gibt dort kein einziges Tier, welches NICHT einer Samifamilie gehört. Mensch und Tier leben dort seit mehreren tausend Jahren in einem engen, symbiotischen Verhältnis zusammen. Die Herden leben weitgehend frei, wandern entsprechend ihrer eigenen Lebensweise zwischen den Sommerweiden im Fjäll und Winterweiden im Flachland umher, schließen sich dabei zu riesigen Herden zusammen und lösen sich später in kleine Gruppen auf. Der Mensch folgt den Herden (und nicht anders herum), greift nur zur Markierung der Kälber und späteren Schlachtung ein und sorgt für guten Gesundheitszustand und verbesserte Nahrungsversorgung im subpolaren Winter. Schnitzereien aus Knochen, Renfelle als kuschelige Alternative zu Isomatten und ein stattlicher Kilopreis von etwa 60 EUR/kg geräuchertem Renfilet lassen einen wissen, daß die Welt wenigstens in einigen kleinen Teilen noch in Ordnung ist – im Gegensatz zum gefrorenen Brathähnchen, dessen gesamtes Leben inkl. ‘Verarbeitung’ nur 2,99 EUR wert war.

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