Die ersten km in Schweden

gestern 22:30 erreichte mich noch folgende SMS:

“Bin heute noch 60 km gefahren, zelte 10 km vor Staffanstorp neben nem Acker. Der Brookssattel ist hart bzw die Kuh widerspenstig. Sternenklar, kühl Gn8 N.”

Ja, ja,  wer auf so einem hübschen Teil wie den Brooks Swift reiten möchte muss eben leiden, zumindest am Anfang. Ich habe ja für meinen Brook (Professional)  rund 2000 km gebraucht bis er mir gepasst hat. Gerüchteweise hilft es aber auch draufzupissen, das mache ihn geschmeidiger.

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Hallo Welt!

in der Zeit in der Norbert sich den wesentlichen Dingen des Projekts widmet (nämlich dem Radeln) habe ich als sein PerRad Kollege die ehrenvolle Aufgabe, seine via Handy berichteten Heldentaten zu publizieren.

Derer (Heldentaten) gibt es bis lang zumindest bei diesem Projekt natürlich  noch nicht viele. Aber wir sind ja noch am Anfang…

Soweit: Norbi ist mit der Fähre in Smygehuk angekommen, 1041 km von Paris, dem damaligen Ziel unserer gemeinsamen Heldentat (Himmelfahrtskommando 2008, Karlsruhe-Paris nonstop) entfernt.   Er berichtete mir um 18:07, dass er sich bereits heute noch die ersten Kilometer gen Norden bewegen wird. Zur Stunde sollte er also immer noch im Sattel sitzen…

So Long Uwe396

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Prolog bei leichtem Schietwetter

Etappe 0 führt mich vom Tor zur Welt direkt zum Timmendorfer Strand, erstmal einen singlespeedenden Krabbenpuhler mit Freak-Vorbau grüßen, morgen früh wird dann die Fähre geentert, Arrrhhh!

103 km einrollen zum Timmendorfer Strand - Riemen rechts!

103 km bei doch ganz gutem Wetter in 3h 58min geschrubbt, Durchschnitt 25,9 km/h, maximal 46,3 km/h, 2l Wasser und 2 Riegel verbraucht, keine technischen Probleme. Gelegentliche, leichte Nieselschauer abbekommen.

Habe noch einen kleinen Umweg über Berlin gemacht, wenn man aber direkt aus Hamburg kommt ist diese Stadt ein wenig enttäuschend, bin dann lieber schnell weitergefahren.

Wie ausgemacht um 1800 bei Meik angekommen, Tee trinken und ab zum Strand, bissel BRA-OFF zurück durch die Nacht.

Lilli fährt sich echt klasse, schön reaktiv, Traktion en masse, lädt zum Spielen ein. Meik stehen die dünnen RR-Puschen aber auch ziemlich gut, lassen ihn nicht so sehr wie einen verbitterten, alten Mann aussehen ;-)

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Hallo Hamburch!

Am Montagmorgen bin ich noch eine letzte, kurze Schicht in Karlsruhe gefahren, nachmittags in den ICE gestiegen und abends in Hamburg-Altona angekommen. Ich weiß nun auch, warum es ‘Bahnrad’ heißt – ab damit unter die Bank und schon ist es ein Gepäckstück, ist ja nicht mal eine ölige Kette dran :)

Dave 566 hat mich vom Bahnhof abgeholt, erstmal meinen Krempel in seiner schicken Wohnung am Ottenser Marktplatz verstauen und Wok futtern gehen. Am nächsten Morgen den Tag mit Kaffee starten, Sattel und Lenkerband von UPS geliefert bekommen, Lenker bei ‘Rad & Tat’ (absolut nicht mit dem gleichnamigen Laden in KA vergleichbar!) kürzen dürfen, bißchen schnacken, freundliche Leute kennenlernen. Auf zu ner kleinen Tour durch die Hansestadt!

Stelle fest, daß ich noch erstaunlich viel Ortskenntnis vom St. Paulopoly 2009 behalten habe und daß Hamburg im Sommer und ohne Kater nochmal monströs mehr rockt!

Hamburg rockt - und hinterrücks habt ihr mich wieder abgezockt...

Kurz mal auf Kaffee und Schnack bei Valeska und Patrick im Schanzenviertel vorbeigerollt.

Dann nochmal ein wenig durch die Stadt als Fotosession, nordische Kollegen getroffen und rechtzeitig vor einem kleinen Schauer wieder ‘daheim’ angekommen.

Morgen Mittag geht es dann zu Meich an den Deich :)

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Wer radelt so spät durch Nacht und Wind?

… es ist der Norbi mit seiner neuen, verbesserten ‘E3 Triple’ von Supernova.

Mit bis zu 800 Lumen (!!!) kann ich nun auch nachts sicher durchs schwedische Hinterland fahren. Das Flutlicht kann auf verschiedenste Weise am Lenker (auch abnehmbar) montiert werden und wird direkt vom Nabendynamo mit 6V Wechselspannung versorgt. Die drei CREE XPG R5 LEDs werden durch die Rippenstruktur im hinteren Teil des robusten Alugehäuses gekühlt, jede LED hat ihre eigene Linse. Druckschalter, Stromleitungen und Gehäusedeckel sind abgedichtet, es ist ein Rücklicht ‘E3 Tail Light’ anschließbar (kann ich leider erst nach der Tour testen), die Standlichtfunktion hält bis zu 7 Minuten nach Ende der Fahrt durch.

Supernova E3 Triple

Supernova E3 Triple

Supernova E3 Triple

Für die deutsche StVZO ist diese Leuchte übrigens zu hell – wer nicht im Ausland oder nur abseits der Straßen fahren will, ist mit der ‘E3 Pro’ gut beraten ;-)

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Chefsessel mit Armlehnen

Mein Arbeitsplatz ist erheblich komfortabler geworden – statt auf Kunstleder darf ich nun auf einem echten Stück feinster, toter Kuh reiten :)

Direkt aus dem italienischen Pozzoleone wurde mir von Brooks England ein ‘Swift’-Sattel und Lenkerband aus honigfarbenem Leder zum Testen gesandt. Die ersten paar hundert Kilometer muß sich die Satteloberfläche noch meinem Hintern anpassen, danach aber optimal sitzen, den Druck großflächig aufnehmen und besser ‘atmen’ als es bei Kunstleder der Fall ist. Für und von Vielradlern werden Brooks-Sättel oft gepriesen, ich kann mir nun ein Bild davon machen, auch von der Eingewöhnungsphase – vor dem Start von eMeReGeZ waren nur knapp 30 km zwischen Altona und Alster möglich…

Brooks Swift

Brooks Swift & Bartape

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Die Spannung steigt…

… und zwar von 6V AC auf 12V DC.

Mein Cousin und Tourenpartner (gelernter Industrieanlagenelektroniker, studierter Elektrotechniker und nun bei einer planenden & beratenden Firma tätig) hat mir nämlich eine kleine Zauberkiste zusammengeschraubt. Es handelt sich dabei um die ’12V+USB’-Version des Forenladers inkl. Mignonlader, der im Radreise-Forum entwickelt wurde und von ‘JensD’ betreut wird.

Die vom Nabendynamo erzeugten 6 Volt Wechselspannung werden durch eine Graetz-Brücke aus Schottky-Dioden mit recht hohem Wirkungsgrad gleichgerichtet und als 12 Volt Gleichspannung und zwei weitere, frei wählbare Gleichspannungen ausgegeben. Als Puffer um Spannungsspitzen abzufangen oder kurze Pausen zu überbrücken sind 9 Mignon-Akkus am 12V-Zweig angeschlossen, eine weitere Schaltung erlaubt es mir, einen, zwei oder drei Mignon/Micro-Akkus mit je 1,2V aufzuladen und für meine Kameras habe ich die beiden anderen Spannungen auf 11V und 5V eingestellt. Die Akkus meiner Kompaktdigitalknipse werden durch einen 3,7V-Reiselader über den 12V-Zweig aufgeladen.

Tagsüber bin ich also mein eigenes Kraftwerk und kann so (bis auf die Nahrung) völlig autark durch die Welt touren, ohne daß mir der Saft ausgeht.

Forenlader inkl. 12V Pufferakkus, Mignonlader, passend für alle meine Geräte (11V, 5V, 3,7V)

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Frisch reingeflattert: 300 g polnische Daune

Bei meinen bisherigen Kunstfaserschlafsäcken von Ajungilak (Tundra und Tyin Winter) mußte ich zwar nicht tief in die Tasche greifen und mir kaum Gedanken um ihre Behandlung sowie Isolationsverlust durch Feuchtigkeit machen, mein Gepäcklimit macht es mir allerdings unmöglich, sie auf der bevorstehenden Tour einzusetzen. Das Material der Wahl, wenn es auf geringes Packmaß und Gewicht ankommt, IST einfach Daune, Punkt.

Bisher haben mich die hohen Preise (verglichen mit KuFa) vor einem Kauf abgeschreckt, mein neuer LiteLine 300 von Cumulus ist aber wirklich erschwinglich und stellt meinen Eintritt in die Daunenwelt dar. Die Cumulus-Säcke werden in Polen produziert – osteuropäische Gänsedaune hat einen exzellenten Ruf und da dieses Land seit dem 1. Mai 2004 Mitglied in der EU ist, sind keine Zollgebühren sondern nur der internationale Versand zu bezahlen. Bei einer Bestellung von mehreren Schlafsäcken fallen die einmaligen Portokosten aber kaum noch ins Gewicht und innerhalb von 3-5 Wochen hält man seine eigens angefertigte Ware in den Händen. Sonderwünsche werden ebenfalls erfüllt, soweit machbar und notfalls kann man auf die professionelle Beratung zählen.

Ich habe den Fußbereich meines LiteLines mit ‘Pertex Endurance’ verstärken lassen – im Gegensatz zum sonst verwendeten ‘Pertex Quantum’ ist dieses Material zwar ein wenig schwerer, dafür aber robuster sowie wasserundurchlässig und luftdurchlässig. Sinnvoll, wenn die Füße an die (naß kondensierte) Zeltwand geraten oder man schnell mal irgendwohin hoppeln will, ohne extra den Schlafsack verlassen zu müssen :)

'Cumulus LiteLine 300' mit optionaler Verstärkung aus 'Pertex Endurance' am Fußende

Ein paar Fakten: Mein Cumulus LiteLine 300 mit Endurancefüßen wiegt 668 g, der Packsack 15 g und der luftige Aufbewahrungsbeutel 54 g. Enthalten sind 300 g polnischer Gänsedaunen im Verhältnis 94:6 mit Stützfedern gemischt, die bis -2°C wärmen sollen. Das Packmaß beträgt: L = 23 cm, ø = 13 cm, beim Schlafmaß habe ich gemessen: Länge=  185 cm, Schulterbreite = 64 cm, Hüftbreite = 55 cm, Fußbreite = 39 cm, der Loft beträgt zwischen 12 und 15 cm.

'Cumulus LiteLine 300' im Packsack - Größenvergleich

Der frisch produzierte Sack (bzw. die Daunenfüllung) riecht leicht nach nassem Hund, was aber nicht weiter tragisch ist, denn ab September wird er kräftig nach nassem Kurier miefen…

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FancyBox in der Testphase online

Meine bisherige Bildergalerie soll betrachterfreundlicher werden. Spielt mal ein wenig mit der FancyBox-Testseite herum und gebt mir Verbesserungsvorschläge, danke :)

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Rede mit Kopf des Navigators

Anders als im Stadt- und Landkreis Karlsruhe kenne ich auf der 1.600 bis 2.400 km langen Strecke durch Schweden nicht jede einzelne Abzweigung in- und auswendig. Um keine wertvolle Zeit zu verlieren, lasse ich mir deshalb den Weg von einem neuen Garmin ‘GPSmap 62st’ weisen. Da ich das Gerät durch die ODS-Testgruppe von Garmin zu Verfügung gestellt bekomme, wird es natürlich auch einen detaillierten Testbericht im Ausrüstungs-Unterforum geben ;-)

Das Gerät ist mit Antenne ca. 16 cm lang, 6 cm breit und 3,5 cm hoch. Es wiegt inkl. der benötigten 2 AA-Zellen 214 g und kann mit einem Satz Batterien bis zu 20 h betrieben werden. Das Display hat eine Auflösung von 160 * 240 Pixeln, es können topografische Karten in 2D und 3D dargestellt und bis zu 200 Tracks mit je 10.000 Wegpunkten gespeichert werden. Zusätzlich verfügt es über einen barometrischen Höhenmesser, einen 3-Achsen-Kompaß und man kann mit den entsprechenden, optionalen Sensoren seine Tritt- und Herzfrequenz aufzeichnen.

Daß dem Gerät selbst ein Sturz aus 1 m Höhe bei ca. 30 km/h auf Asphalt bis auf kleine Kratzer nichts anhaben kann, durfte ich heute Morgen in einer knackigen Kurierschicht leider auch schon bestätigen. Vermutlich habe ich es nicht korrekt in der Lenkerhalterung einrasten lassen. Ich habe diese am Vorbau montiert, der Platz zwischen Clip und Aheadkappe ist recht gering, denke am Lenker montiert passiert so etwas nicht so schnell.

das neue Garmin GPSmap 62st weist mir den Weg

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